Ich sitze in einem steril heruntergekühlten schicken Hörsaal, in dunklem Braun und blau gehalten, umringt von angehenden ManagerInnen aus aller Welt. Der Internetzugang für den Computer ist wireless, an jedem Platz.
Folke Kafka erklärt den künftigen Business-Leuten um mich herum, wie sie ihre Produktionskosten von Ledertaschen kontrollieren müssen, wenn das Kaufhaus Macy`s sie gewinnbringend weiterverkaufen soll. Zwischendurch sagt er aus unerfindlichen Gründen "What have you.." und sinniert in seinem jiddischen Akzent darüber, dass er ja eigentlich Schauspieler werden wollte. "I do some C- Movies to compensate my low salary I get here." Er witzelt über seinen Namensvetter und dessen Bücher. Er wedelt mit übergroßen Dollarscheinen und imitiert eine alte Dame, die in die Bank geht und ihr Geld anlegen möchte.
Nichts hier ist wie während meiner sechs Unijahre in Hamburg. Alle StudentInnen des internationalen MBA Programms (Master of Business Administration) sind mit 30.000 Dollar (25.000 Euro) Studiengebühren pro Jahr dabei. Sie haben Trinkflaschen, Laptoptaschen und allerlei anderen Schnickschnack im Corporate Design der Business School bekommen. Und sie werden darauf getrimmt, Firmen zu führen. Eine Welt für sich.
Wednesday, October 31, 2007
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