Monday, June 29, 2009

28.06.09 Bye bye Vietnam

Ein letztes Mal sind wir in Saigon: zu einer letzten Übernachtung bei Madame Cuc. In der Jadekaiserpagode versetzt uns der Räucherstäbchenrauch in einen tranceähnlichen Zustand. Im historischen Museum sehen wir ein berühmtes vietnamesisches Wasserpuppentheater, das uns die vietnamesische Mythologie näher bringen soll. Leider sind die Ansagen auf Englisch nicht zu verstehen. Aber beeindruckend ist es trotzdem, wie die Puppenspieler inkl. Kleidern im Wasser hinter den Kulissen die Strippen ziehen.

Ganz wehmütig essen wir noch mal letzte Köstlichkeiten von einer Garküche am Straßenrand.

Auf dem Weg sehen wir ein Schild "Karaoke Massage Spa Gossip Club". Was es damit wohl auf sich hat? Wir müssen eindeutig wiederkommen, um das heraus zu finden!

Letzter Blick über den Mekong aus dem Flugzeug. Schnüff.
Gut gelandet in Frankfurt sind wir einfach sehr dankbar und haben gleich neue Reisepläne.
Vielen Dank fürs Lesen und bis bald!

26.06.09 Angeln, Schnorcheln, Erholen



Am dritten Tag auf der Insel unternehmen wir eine Bootstour zum Angeln und Schnorcheln. Die Fische, die wir tatsächlich auch fangen, gibt es mittags zum Essen an Bord. Außerdem essen wir gegrillte Seeigel, die uns angeblich stark, fruchtbar und unbesiegbar machen sollen. Weil Nebensaison ist, sind wir die einzigen westlichen Touristen. Drei vietnamesische Studentinnen sind mit uns an Bord und wir lernen endlich mal, wie man RICHTIG vietnamesisch ist. Da gehört nämlich Schlürfen, Schmatzen und Runterschlingen dazu. Wie erleichternd.

24.06.09 Inselurlaub zum Schluss


Nach einem 14-Stunden-Tempel-Tag fahren wir abends zum Flughafen, um zurück nach Saigon (Vietnam) zu fliegen. Gleich am nächsten Morgen geht es weiter nach Phu Quoc, einer Insel, die uns nach all der Kultur, dem Smog und dem Lärm, unsere ersehnte Erholung bescheren soll. Und sie ist wahrlich ein Traum.

Und schließlich: Angkor Wat selbst


Angkor Wat - diesmal ohne Regen und Ameisen.

Angkor Thom - die Gottheiten sehen alles



Im Angkor Thom haben die Gottheiten Gesichter in alle Richtungen. Dies symbolisiert, dass sie alles sehen, was geschieht. Ein junger Mönch klettert eifrig knipsend durch den Tempel. Und die Stufen sind ganz schön steil.

Kopflos


Um Devisen zu bekommen, verkauften die roten Khmer die Köpfe vieler Statuen ins Ausland. Sie werden im Zuge der Restauration nach und nach originalgetreu ersetzt.

Mystischer Tempel Ta Prohm


Riesige Bäume haben sich über tausend Jahre unter und zwischen die Tempelmauern gezwängt. Mauern sind eingestürzt, Bögen von den riesigen Wurzeln gebrochen worden. Das ganze wirkt wie eine einzige mystische Filmkulisse.

23.06.09 Ein langer Tag voller Tempel

Die Reiseführer sagen, man solle drei Tage, besser vier für die Tempel einplanen. Wir haben eineinhalb Tage Zeit. Unser Tuktukfahrer holt uns morgens um 4.40 Uhr ab. Damit wir den Sonnenaufgang bei den Tempeln erleben können. Wir sind natürlich skeptisch, ob sich das nun lohnt, sooo früh aufzustehen. Aber es wird ein grandioser Tag.

Sonnenaufgang über dem rituellen Badebecken Srah Srang.

22.06.09 UNESCO Weltkulturerbe: Angkor Wat


Gemeinsam mit Ashleigh, unserer kanadischen Reisegefährtin der letzten Tage, fahren wir sieben Stunden im Bus von Phnom Penh nach Siem Reap. Das ist der Ort, an dem die gigantischen, über viele Kilometer verteilten Tempelanlagen Angkor Wat zu sehen sind. Hier leihen wir uns am Abend Fahrräder, um schon mal einen ersten Eindruck von Angkor Wat zu bekommen. Dass Regenzeit ist, hatte sich bislang kaum bemerkbar gemacht. Aber nun bekommen wir einen ordentlichen Guß ab. Sehr beeindruckend, diese über tausend Jahre alten Tempel zu sehen, und dabei auch noch knöcheltief im Wasser zu stehen.
Um den großen Regen abzuwarten essen wir in einem Restaurant, in das üblicherweise nur Einheimische zum Essen gehen. Alles schmeckt wunderbar, bis Dani entdeckt, dass eine unserer Speisen, die wir da gerade in gegrillten Bananenblättern verspeist haben, große rote geröstete Ameisen sind. Darauf doch lieber gleich noch einen Schluck Angkor Bier. Erstaunlicherweise haben unsere Mägen alles wunderbar verkraftet.

21.06.09 Tempel, Mönche, Kinderschutz


Ja, es gibt sie wirklich: orange bewandete Mönche, die auf Motorrädern durch Phnom Penh brausen. Frisch gestärkt mit guter Kokosmilch besuchen wir die königlichen Paläste und schauen uns das bunte Treiben an, das dort sonntags herrscht. Dann nämlich kommen Gläubige aus dem ganzen Land in die Stadt um dort zu beten. Da meine T-Shirt-Ärmel nicht züchtig genug sind, muss ich ein sackförmiges Riesen T-Shirt erwerben, das ich hier besser nicht abbilde.

Abends essen wir bei Romdeng, einem Projekt, in dem ehemalige Straßenkinder in Gastronomieberufen ausgebildet werden. Es gehört zum Childsafe-Netzwerk, das beeindruckende Projekte hat. In Kambodscha werden sehr viele Kinder ausgebeutet. Immer wieder sehen wir abends Kinder, die uns Dinge verkaufen wollen. Auch in den Tempeln. Toll also, dass es dieses Netzwerk gibt, dass die Kinder unterstützt.
Ein sehr lohnender Link http://www.childsafe-international.org

Greueltaten in Kambodscha


In Phnom Penh angekommen schauen wir uns mit einer Kanadierin und einem englischen Pärchen das Genocide Museum an. Ein erschütterndes Zeugnis der Taten der roten Khmer unter Pol Pot. Das Terror-Regime folterte und ermordete in den siebziger Jahren auf brutalste Weise 80% der städtischen Bevölkerung, was einem Viertel der damaligen kambodschanischen Gesamt-Population entspricht. Das "Bitte nicht lachen"-Schild brauchen wir angesichts der schockierenden Bilder und Texte nicht.
Als wir am nächsten Tag die Killing Fields (Dutzende Massengräber, die erst 1980 entdeckt wurden) besichtigen lernen wir noch viel mehr über die schreckliche Zeit der roten Khmer. Bestürzt erfahren wir von unserem Guide, dass kaum Einheimische die Gedenkstätte besuchen. Es wird wohl noch ein paar Jahr(z)e(hnte) dauern, bis ein Aufarbeitungsprozess beginnen kann.

20.06.09 Rüber nach Kambodscha

Nach insgesamt drei Tagen auf dem Wasser im Mekong Delta überqueren wir die kambodschanische Grenze. Die Grenz-Prozedur dauert ewig. Dafür gibt es im Garten des Zollhauses einen schönen Tempel.



















Und Buddhas gibt es auch überall käuflich zu erwerben. Das macht den Straßenrand sehr bunt.

Floating Markets


Alles hier im Delta passiert per Boot, so auch der Handel mit Waren aller Art. Das ganze heißt dann Floating Market.

19.06.09 Mikrowirtschaft


Das Delta ist die dichtest besiedelte Gegend von Vietnam. Auf jeder Insel gibt es kleine Manufakturen, die Reispapier, Kokosnussbonbons, Puffreis und vieles mehr herstellen.

Down by the river


Mit wechselnden Booten schippern wir durch das Mekong Delta, sehen verschiedene Inseln mit klanvollen Namen wie Ben Tre, Vinh Long und My Tho. Am eindrucksvollsten ist es auf den Ruderbooten, auf denen wir durch die schmalen Kanäle inmitten von dichten Wasserkokospalmenhainen gefahren werden. Zwischendrin springen kreischend Kinder ins Wasser. Es ist echt schön. Auch wenn wir mit den Kegelhüten eher etwas deppert aussehen.

18.06.09 Auf ins Mekong Delta

Es gibt mehrere, leider eher verstaubte Museen in Saigon. Sowohl das War Remnants Museum als auch das vietnamesische Museum zur Würdigung der Frauen (und ihrer Pistolen, mit der sie Widerstand geleistet haben) fordern viel Geduld und Vorwissen. Seit Anfang der Neunziger sind leider keine Aktualisierungen mehr passiert. Aber es gab viel zu lesen und beeindruckende Fotos aus dem Vietnamkrieg. Nachdem wir unsere gehörige Portion Smog in unsere Atemwege aufgenommen haben (noch wollen wir uns keinen Mundschutz zulegen) fahren wir in ländlichere Gebiete, nämlich das Mekong Delta. Die Schiffe hier haben alle aufgemalte Augen, um die Krokodile im Wasser zu erschrecken und zu verjagen, wie uns unsere nette Reiseführerin erzählt.

Die Schlange im Wein

vertreibt Kummer und Pein. So oder so ähnlich. Sogenannter Schlangenwein hilft angeblich gegen Rheumatismus. Überall werden Schnäpse mit eingelegten Leguanen oder Schlangen, am häufigsten mit Kobras angeboten. Wir trinken dann aber doch lieber frische Kokosmilch - direkt aus der Nuss.

gut behütet



Die berühmten Kegelhüte schützen vor Sonne und zu aufdringlichen Blicken. Viele, vor allem ältere, Leute tragen sie: zum Arbeiten, aber auch während der Pause.

Jackfruit, Dragonfruit, Durian, Mangosteen, Longan, Rambutan...

Das sind unsere Helden. An jeder Ecke gibt es sie, die grandiosen tropischen Früchte. Wir essen uns so nach uns nach durch die ganze Obstpalette. Nur die berühmt-berüchtigte Durian-Frucht, auch "Stinkfrucht" genannt, macht ihrem Namen alle Ehre - und wir einen weiten Bogen um sie. Der Benh Thanh Markt hat aber auch Sachen im Angebot, die wir dann doch nicht probieren wollen - lebende Frösche zum Beispiel.

Perfect solutions


Wie schon auf früheren Reisen faszinieren mich die großartigen Verkabelungen der Stadt. Aber auch die Eishändler haben es mir angetan. Hier wird jeder Eisblock nämlich noch per Hand geschlagen und anschließend in die gewünschte Größe gewürfelt oder gecrusht.

17.06.09 Die doppelte Miss Saigon


Über allem wacht stets Ho Chi Minh.

Nach der ersten Nacht im gemütlichen Hotel bei Madame Cuc wagen wir unsere ersten Schritte. Die netten Mädels im Hotel haben uns zu Schwestern erklärt. (Diese Europäer sehen doch einfach alle gleich aus...). Saigon (eigentlich Ho Chi Minh City) ist voller MofafahrerInnen. Sie fahren zu Tausenden nach einem nicht nachvollziehbaren System über riesige Kreuzungen und hupen ohne Pause.Dabei tragen sie alle Mundschutz - wahlweise mit Hello Kitty drauf oder aber dezent kariert.

16.06.09 Good Morning, Vietnam


Schon lange ist Südostasien durch meine Reiseträume gegeistert. Jetzt haben Dani und ich Nägel mit Köpfen gemacht. Südvietnam und Kambodscha - zwei alte Freundinnen, zwei Länder, zwei Wochen. Auf unserem Zwischenstopp in Bangkok haben uns gleich zwei fröhliche Reisbäuerinnen vom Werbeplakat herunter angelächelt. Das muss doch gut werden.