Zugfahren in den USA macht Spaß. Man stellt sich auf dem Gleis in einer Reihe auf, wird dann von einem verschmitzt dreinblickenden Amtrak- Mitarbeiter hineingelotst. Der Schaffner knipst ganz altmodisch die Tickets ab und schreibt per Hand (!) die Haltestelle auf eine Platzkarte über dem Sitz.
Kommt eine Sehenswürdigkeit in Sichtweite, stellt er sich in den Türrahmen und ruft ohne Mikro durch den ganzen Waggon, welche Brücke gleich zu sehen sein wird und wer sie wie lange vor wie vielen Jahren erbaut hat. Die MitarbeiterInnen des Snack Car (Speisewagen) bekommen eine richtige Mittagspause.
Da es keine Hochgeschwindigkeitszüge gibt, kommt die Seele beim Reisen spielend mit. Die 400 Meilen (knapp 700 km) von Pittsburgh nach NYC dauern dann auch fast 10 Stunden. Chips essende übergewichtige schwarze Jugendliche mit iBook, iPod und iPhone sitzen neben Amish People in Spitzenhaube und Strohhut - in perfect harmony.
Sunday, November 4, 2007
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
No comments:
Post a Comment