Sunday, February 13, 2011

03.02. Tanzende Skelette mit imposanten Hüten

In Mexiko gibt es einen ausgeprägten Totenkult. Am Dìa de Muertes (dem Tag der Toten) versammeln sich in ganz Mexiko die Familien auf den -im übrigen sehr bunten- Friedhöfen, gedenken der Toten, feiern, essen, liefern sich Trinkgelage. Der Tod hat hier keinen Schrecken. Überall findet man Totenköpfe und Skelette als Wandgemälde. Es gibt Skelett-Souvenirs aus Holz, aus Gips aus Plastik: Skelette, die in der Schulbank sitzen, die tanzen, die vor dem Traualtar sitzen.

Eine ganze Sparte des Kunsthandwerks hat sich auf sogenannte Catrinas spezialisiert. Das sind Skelett-Figuren in schicken Kleidern und mit Hüten - meist aus Ton - die je nach Feinheit der Arbeit richtig viel kosten können. Im Dorf Capula sitzt der Meister Juan Torres. Von ihm und seinen Schülern werden die besten Catrinas gemacht und im ganzen Land verkauft. Es gibt ganze Altäre mit Totenköpfen, kitschig bunt mit Blumen. Eine ganz eigene Welt: die Welt der Toten.

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