
Susanne und Dirk haben uns einen besonderen Strand gezeigt: Michamwi, ihr Lieblingsstrand, weil dort NICHTS ist. Und tatsächlich, es ist eine Bucht, an deren Ende es ein Luxushotel gibt, und sonst einfach nichts. Bis auf Mr. Anderson, einen Tansanier, der hier ein lokales Hotel leitet. Wir ziehen sofort ein. Es gibt zwar statt einer Dusche nur einen Wassereimer (Wasserpumpe ist defekt), aber die Herzlichkeit von Mr. Anderson ist der Wahnsinn.

Die nette Kellnerin Jane begleitet mich nach Paje, wo ich mir (aus Nostalgiegründen) wieder afrikanische Braids in die Haare machen lasse. Viele viele Zöpfe. Es ist ein einmaliges Erlebnis: die Friseurin bedeutet mir, dass ich mich auf den Boden setzen soll, sie selbst sitzt hinter mir auf einem Sofa und flechtet los. Immer wieder kommen Bekannte vorbei, flechten ein paar Zöpfe mit, gehen wieder. Es wird gegessen (es fällt immer mal ein Reiskorn neben mir auf den Boden) und sogar Jane flechtet mit. Die Frauen unterhalten sich lautstark in Swahili, während das Radio in ohrenbetäubender Lautstärke Swahili Musik spielt. Nach 3 Stunden, in denen die Zöpfe zeitweise zu fünft geflochten wurden bin ich frei und es gefällt mir richtig gut.
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